Wiederholungsrezepte
„Typische“ Fehler aus www.jeder-fehler-zaehlt.de
Patientinnen und Patienten erhalten falsche oder veraltete Verordnungen. Häufige Ursachen sind:
- Frühere Medikamente werden erneut rezeptiert, ohne zu prüfen, ob sie weiterhin indiziert sind.
Es liegt kein aktueller, vollständiger Medikationsplan vor. - Der Rezeptausdruck wird vor der Unterschrift nicht auf mögliche Fehler überprüft.
- Die Überwachung einer laufenden Pharmakotherapie wird übersehen oder vergessen.
- Die tatsächliche Einnahmemenge weicht von der Verordnung ab – Medikamente werden dadurch zu oft oder zu selten nachbestellt.
Tipps – aus der Praxis für die Praxis
Laufzeit prüfen: Vor Ausstellung eines Wiederholungsrezeptes kontrollieren, wie lange die zuletzt verschriebene Medikamentenpackung reicht. Viele Praxissoftwares bieten hierfür eine entsprechende Funktion.
- Dosisänderungen kennzeichnen: Änderungen bei Dauermedikationen deutlich sichtbar markieren, um Verwechslungen zu vermeiden.
- Jede Verordnung prüfen: Auch bei bekannten Dauermedikamenten sollte vor jeder Rezeptausstellung die Indikation, mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen überprüft werden.
- Recall-System einrichten: Erinnerungsfunktionen (z. B. für notwendige Blutkontrollen) unterstützen eine sichere Therapieüberwachung und entlasten Patientinnen und Patienten.